Kolumbien

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Von 1985 bis 1995 unsterstützte AR regelmässig dieses Projekt in Kolumbien:

Unterstützung eines Kinderhauses


Über 40.000 Kinder müssen in Kolumbien auf der Straße leben. Sie schlafen irgendwo in einer Ecke mit Zeitungspapier zugedeckt. Viele verhungern, ohne je die Möglichkeit gehabt zu haben, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Niemand kümmert sich um sie. Die meisten wissen nicht einmal, wer ihr Vater ist. Selten sehen sie ihre Mütter. Diese Straßenkinder "Gamines" genannt, werden - in eine Welt geboren, die  gekennzeichnet ist vom alltäglichen Überlebenskampf. Dieser Kampf wird in einer unbeschreiblichen Härte geführt. Prostitution, Drogen, Raub und Totschlag bestimmen das Leben dieser Kinder.

Um dieser Not begegnen zu können, wurde vor zwanzig Jahren ein Projekt in Tunja ins Leben gerufen, das mit sehr bescheidenen Mitteln den Straßenkindern helfen sollte. So wurde eine kostenlose Abendschule eröffnet, in der die Kinder etwas zu Essen bekamen und Lesen und Schreiben lernen konnten. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Kinder, so dass die Schule vergrößert werden musste. Durch viele Spendenaktionen und staatliche Hilfe konnte das dafür notwendige Geld zusammengebracht werden. Schließlich gelang es, ein eigenes Haus zu errichten, in dem 30 bis 50 Kinder schlafen konnten. Ihr Lebensunterhalt konnte gesichert werden. Viele der Kinder, die durch diese Aktion vor ihrem unausweichlichen Schicksal auf der Straße bewahrt werden konnten, erlernten nach einigen Jahren Berufe und können seitdem für sich und ihre Familien sorgen.

Vor etwa drei Jahren musste das Haus jedoch trotz großer Bemühungen der Aktionsgruppe geschlossen werden, weil der Staat seine zur Verfügung gestellten Mittel strich. Außerdem wurde es immer schwieriger, an private Spenden zu kommen. Mit der Hilfe von Spenden aus der Bundesrepublik war es möglich das Haus wiederzueröffnen. Es konnte notdürftig repariert, und als Schule umfunktioniert werden.


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Die Schule ist heute ein Tagesheim für 80 Kinder, die zwar unter dem Existenzminimum leben, aber noch eine Familie haben. Ihnen soll das Los der Straßenkinder erspart, bleiben. ·Im Tagesheim erhalten sie Kleider, Unterrichtsmaterial und Essen und werden ärztlich versorgt. Auf diese Weise werden ärmste Familien unterstützt, so dass die ,Eltern nicht mehr gezwungen werden, die Kinder auf die Straße betteln zu schicken. Aktion Regelmässig hat sich mit 6210 DM (3175 Euro) am Neuaufbau der Schule beteiligt.

Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre wird nun ein neuer Versuch gestartet, mit dem Ziel Kindern, die bereits auf der Straße leben, wieder ins soziale Leben zu integrieren.

Im ersten Schritt, wird eine kleine Gruppe von Straßenkindern gebildet, die freiwillig an den Aktivitäten der Schule teilnehmen wollen. Sie werden vollständig versorgt und von einer dafür angestellte Person betreut. Das Ziel liegt hier in der Integration mit den anderen Kindern. Sie sollen lernen wie Kinder zu denken und zu handeln und die Welt nicht mehr als Feind zu betrachten. Leider es ist zur Zeit nicht möglich, Unterkunft für diese Kinder im Haus anzubieten.

Im zweiten Schritt soll versucht werden, die Familie, wenn möglich wieder zusammenzubringen. Voraussetzung dafür ist dass die Mutter den Vater kennt man meistens nicht), bei dem Unterhalt der Kinder entlastet werden kann. Sie muss die Möglichkeit erhalten einen einfachen Beruf zu erlernen, um in der Zukunft den Unterhalt ihrer Familie übernehmen zu können.

Von 1989 bis 1995 gab Aktion Regelmässig 9.106,11 € für folgende Projekte nach Kolumbien:

 1989-1995

9.106,11 € 

 Straßenkinderbetreuung



Aktion Regelmaessige Hilfe e.V.,
Alte Str. 59 a, 45481 Muelheim a. d. Ruhr
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