Kenia

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Seit 1993 unterstützt AR dieses Projekt regelmässig:

Basisgesundheitsarbeit in Nairobi

Korogocho ist ein Tal im Osten von Nairobi, übersät mit tausenden eng aneinander gedrängten, windschiefen Hütten, deren Wände entweder aus alten Holzbrettern gezimmert oder aber mit Lehm oder Plastikplanen verkleidet sind. Korogocho heißt "Ansammlung von Abfall". Dieses Tal nämlich, in dem mittlerweile einhunderttausend Menschen leben, liegt am Rande der großen Müllhalde von Nairobi.

Nicht nur das, zu allem Übel kommt auch alles Wasser, auch das Abwasser aus der höher gelegenen Nachbarsiedlung, so daß die Menschen nicht selten bis über die Knöchel im Schlamm stehend ihrer Arbeit nachgehen müssen. Hierhin kommen nur Menschen, die anderswo kein Zuhause und kein Auskommen finden. Aber auch hier haben sie keinen Grundstückstitel und leben gewissermaßen illegal.

Schwester Gill Horsfield von den Missionsärztlichen Schwestern kam 1986/87 in diese Region, nachdem sie vorher zehn Jahre in Kisi, südwestlich von Nairobi gearbeitet hatte. Sie sah direkt die Ernährungsprobleme dieser Menschen und begann mit Kursen über Ernährungsfragen und bildete Gesundheitshelfer aus. Wenn hier von Gesundheitsarbeit gesprochen wird, so ist diese immer an der Basis orientiert, das heißt: es wird nicht nur für die betroffenen Menschen gearbeitet, sondern auch mit ihnen. Aus ihren Kreisen wurden bisher 48 Freiwillige gesucht, die sich als sogenannte Multiplikatoren ausbilden lassen, um ihr erworbenes Wissen an die übrigen in dem Gebiet weiterzugeben.

Speziell die Sorge für die Kinder unter fünf Jahren liegt ihnen am Herzen. Da sieht man zum Beispiel, wie der Umfang ihrer Oberarme gemessen wird, um ihr Gewicht zu ermitteln. Die meisten von ihnen erreichen nicht ihr Normalgewicht, sondern leiden an Untergewicht.


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Im Laufe der Jahre hat sich der Schwerpunkt auf die Betreuung von Aids-Patienten verlegt. Dabei widmen sie sich besonders den allein erziehenden Müttern. Es geht um die Organisation ihrer Haushalte. Nachbarn und sonstige Verwandte müssen unterrichtet werden oder die Mütter müssen angeregt werden, solange sie noch dazu in der Lage sind, sich geeignete Betreuer für ihre Kinder zu suchen. Nicht selten sind aber auch die Kinder von der tödlichen Krankheit bedroht, so dass sie in den zwei sogenannten Kinderkrisenzentren untergebracht werden. Wenn die Mütter sich nicht selbst helfen können, werden sie in das kleine Hospiz aufgenommen. Dort wird für sie und weitere 50 Kranke gekocht, die bettlägerig in ihren Hütten sind. In der Regel erhalten 30 - 50 Familien Nahrungsmittelhilfe.

Ein anderer Schwerpunkt ist die Betreuung der Behinderten, 200 Blinde, 32 Taube, 85 Körperbehinderte aufgrund von Polio, 50 Geistigbehinderte und 48 Mehrfach-Behinderte. Für die behinderten Kinder versucht das Team von Schwester Gill, einen Platz in einer "normalen" Schule zu bekommen.

Wie sieht die Hilfe von AR aus?

Aktion Regelmaessig hat seit 1993 intensiven Kontakt zu Schwester Gill Horsfield. Sie schickt uns Berichte von ihrer Arbeit in Nairobi. Neben dem brieflichen Kontakt war es uns möglich, bei einem Europa-Besuch telefonisch mit ihr zu sprechen. Zudem hatten wir im Mai 1997 Besuch von einer ihrer Ordensschwestern, Schwester Gertrud Dederichs, die einige Jahre in Kenia arbeitete und im letzten Jahr das Projekt besuchte und über ihre Erfahrungen dort berichtete.

Imt Mai 2006 hat Schwester Encarnacion Perez von den Comboni-Schwestern die Arbeit von Gill Horsfield übernommen, da diese in den Ruhestand getreten ist.

In unserer Kerngruppe haben wir beschlossen für die Basisgesundheitsarbeit jährlich 6000 DM (ab 1999: 3000 Euro) zur Verfügung zu stellen.


 Seit 1993 gab Aktion Regelmässig 90.370,02 € für folgende Projekte nach Kenia:

 1993-2016

78.000,02 € 

 Basisgesundheitsarbeit der Missionsärztlichen Schwestern
 2008 - 2012

8.000,00 € 

 Mädchenschule Maendeleo-Academy in Diani Beach
 2004

1.000,00 € 

 Vorschule
 2003

1.000,00 € 

 Waisenhaus 'Diani Children´s Village' in Diani Beach
 2002 + 2005

1.370,00 € 

 Aufklärungsarbeit gegen Beschneidung
 2001

1.000,00 € 

 Strom-Generator/Video- u. Fernsehgerät zur Informationsarbeit


Aktuelle AR-Infos aus Kenia:  Dezember 2012  Juni 2011  Dezember 2009   Juli 2008



Aktion Regelmaessige Hilfe e.V.,
Alte Str. 59 a, 45481 Muelheim a. d. Ruhr
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