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Dezember 2017     


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Dezember 2017       

Guatemala

Eine Freundin meinte vor der Reise zu mir: "Das ist ja wie eine Reise in die Vergangenheit." Und ein wenig musste ich ihr Recht geben, als ich mich noch einmal zu der Region Quiché in Guatemala aufmachte, in der ich 1993 - 95 als Entwicklungshelfer bei der Begleitung der Flüchtlingsrückkehrer gearbeitet habe. 2000 machte ich meine letzte Reise dorthin und zu einzelnen Personen hatte ich sporadischen Kontakt per Mail. Nur meine frühere Chefin bei Caritas Quiché, Ulrike Morsell, traf ich mehrfach auf ihren Heimaturlauben

Direkt am ersten Sonntag veranstaltete der Verein "ASUVI" (Nachfolgeorganisation der diözesanen Caritas) sein Jahrestreffen und es wurde mir möglich, direkt sieben meiner ehemaligen Bezugspersonen zu treffen. Wir beäugten uns, wie wir uns doch etwas verändert hatten und es gab viel Gelächter, als ich per Beamer mehrere Bilder "von damals" zeigte. Gleichzeitig konnte ich mir aber auch in den verschiedenen Rechenschaftsberichten der einzelnen Gruppen ein Bild von der aktuellen Arbeit mit ihren Erlebnissen und Problemen machen.

Am nächsten Tag hatte ich direkt die Möglichkeit, mit Flory, Cesar und Santos, den Verantwortlichen des Projekts "Behandlung innerhalb der Gemeinschaft / Arbeit mit Psychisch- und Alkoholkranken" zu sprechen und mit ihnen einzelne Familien zu besuchen, die uns bereitwillig über ihre Alltagsprobleme und ihre Erfahrungen mit dem Projekt erzählten.

Am Tag danach nahm mich Jorge Luis, der Leiter von ASUVI und mein "alter" Freund in Caritas, im Jeep drei Stunden zu einem Ort in der Gemeinde Joyabaj mit, um mir dort die Arbeit zu einem Trinkwasserprojekt zu zeigen und zu erklären. Während dieser Fahrt und auch an weiteren Tagen meiner vierwöchigen Reise erklärte mir Jorge sehr ausführlich und anschaulich die Entwicklung und die weiterhin bestehende Notwendigkeit der Arbeit mit den Menschen vor Ort. Jeder Leserin und jedem Leser dieser Zeilen würde ich es einmal gönnen, solch einen "Lernausflug" an der Seite von Jorge mitzumachen und Sie und Ihr würdet mit Genugtuung und Freude erkennen, wie toll es ist, dass wir als AR solche Kleinprojekte begleiten und zu unterstützen zu dürfen.

Auf meiner Reise hatte ich auch die Gelegenheit, mit Lencho die Grundschule in Chiché, die wir mit AR bereits vor Jahren mal unterstützt haben, zu besuchen und so etwas über die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen zu erfahren.

Auch traf ich mehrere mir bekannte Kirchenleute, Laienmitarbeiter, Ordensschwestern und Priester sowie auch Bischof Julio, der seit Jahren schon in einer anderen Diözese arbeitet. Mit allen sprach ich über ihre derzeitige Situation und Arbeit, so dass es, wie oben angedeutet, eben nicht nur eine "Reise in die Vergangenheit" wurde.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden, dass ich neuen Kontakt zu einzelnen lieben und engagierten Menschen in Guatemala aufgetan habe. In der Oktober-Sitzung von AR haben wir einstimmig beschlossen, die oben sowie auf dem Projektbericht beschriebene Arbeit mit den Psychisch- und Alkoholkranken in diesem Jahr mit 5.000 € zu unterstützen.


Harald Dörnhaus





El Salvador

Rudi Reitinger bleibt Optimist. Und das obwohl die Finanzierung der drei Altenzentren in San Luis, Hatos und Los Quebrachos wackelig ist. In jedem der drei Altenzentren arbeitet eine Köchin und eine Hilfsköchin, die nominell vor allem für die Zubereitung der Tortillas zuständig ist, aber natürlich auch sonst mit anfasst. Die Köchinnen verdienen jeweils 155,56 $, bei den Hilfsköchinnen ist es nur die Hälfte und auch das liegt noch unter dem landesüblichen Mindestlohn, der 300 $ beträgt. Aber mehr Spenden kommen leider nicht zusammen, so dass der Mindestlohn nicht gezahlt werden kann. Trotzdem bleiben die drei Gemeinschaften, die jeweils ca. 35 Senioren betreuen, guter Dinge. Vor ein paar Wochen gab es einen Ausflug nach Torola, wo die Kirche des Apostels Jakobus besucht wurde, den alle Senioren sehr verehren.

Trotz aller Schwierigkeiten bleibt das Team um Rudi Reitinger also optimistisch. Aufgrund dessen und der doch wirklich nicht guten Finanzlage der Altenzentren haben wir beschlossen, Rudi Reitinger für dieses Jahr noch einmal 2000 Euro zu spenden.





Nicaragua

Im Sommer erreichte uns eine Anfrage aus Nicaragua:
Die Siedlungspolitik der Regierung in Managua bedroht die Existenz besonders der Mayangnas, die aufgrund Ihrer Tradition und Lebensweise nicht in der Lage sind, sich gegen den Landraub, die Zerstörung des Regenwaldes und gegen militante Angriffe zu behaupten. Die Mayangnas leben ohne Straßenverbindung, ohne verlässlich funktionierende Telefonverbindung und mit häufigen Stromausfällen in dieser Region. Damit die Mayangnas eine Stimme bekommen, mit der sie sich in der Öffentlichkeit Gehör verschaffen können, haben führende Vertreter der Mayangnas und der Moravischen Kirche vorgeschlagen ein regierungsunabhängiges Rundfunknetz zu gründen bzw. aufzubauen. Dies dient auch der Information untereinander in ihrem Siedlungsgebiet.

Seit Ende November 2016 sendet Radio Musawas ein tägliches Programm, gestaltet von der Moravischen Kirche in Musawas. Damit können die Menschen im Biosphärenreservat "Bosawas" auf ca. 1900 km² erreicht werden. Die Mayangnas außerhalb des Bisophären-Reservates können noch nicht erreicht werden. Auf Grund des großen Zuspruchs für Radio Musawas wünschen sich sowohl die Moravische Kirche als auch die politischen Gremien der Mayangnas in der Stadt Rosita einen Relaisender aufzubauen.

Es soll ein Programmaustausch mit Radio Musawas realisiert werden. (Unsere Kontaktperson ist Jörg-Peter Staebe, den AR bereits in den 1980er-Jahren bei einem Radioprojekt in Nicaragua unterstützt hat)
AR hat beschlossen den Aufbau des Senders mit 1000 Euro zu unterstützen.





AR - Ausgaben 2017

 Äthiopien  - Unterstützung für Krankenhaus in Attat4.000,00 € 
 El Salvador - Altenzentren4.000,00 € 
 Guatemala - Suchtkrankenhilfe5.000,00 € 
 Kenia - Mädchenschule Maendeleo-Academy1.000,00 € 
 Kirgisistan - Waisenhaus und Jugendarbeit2.000,00 € 
 Nicaragua - Radiosender Musawa1.000,00 € 
 Peru - Arbeit im sozialen Brennpunkt3.000,00 € 
 Philippinen - Basisgesundheitsarbeit auf Luzon3.000,00 € 
 Uganda  - Gesundheitsarbeit u. Jeepunterhalt4.000,00 € 
 Total   27.000,00 € 



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