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Dezember 2014     

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Dezember 2014       


Liebe Spender, Freunde und AR-Interessierte

Kenia

Seit 2008 haben wir die Mädchenschule Mandalao-Academy in Diani Beach im Osten Kenias mehrmals unterstützt.

Die Schule wird geleitet von Ingeborg Langefeld, die uns im September 2013 besuchte und über ihr Projekt sowie die aktuelle politische Situation und das problematische Bildungssystem Kenias berichtete:

a) Aktuelle politische Situation: Immer mehr wird die Parallelstruktur von den bundesländerähnlichen Distrikten und der Bundesverwaltung zum Problem, sodass verschiedene Ämter etwa für das Schul- oder Bauwesen zuständig sind, so der „County Governor“ und zugleich der „County-Rat“. Das verkompliziert die Arbeit für das Schulprojekt ständig. Dem Staat entstehen außerdem hohe Kosten durch immer neue Stellen. Für Bearbeitungen ist dennoch oft „niemand zuständig“. Frau Langefeld hält dies für eine unnötige „teure und verwirrende Struktur“.

b) Probleme des Bildungssystems:

• Wahlversprechen: Jedes Kind soll einen solarbetriebe-ner Laptop bekommen. Das lässt sich aber nicht umset-zen, da die 5- 6jährigen Mädchen die Geräte nicht mit nach Hause nehmen dürfen um damit Hausaufgaben ma-chen zu können. Im Schulgebäude sollen die hochwertigen Laptops aber auch nicht verbleiben, da die Lehmhütten wenig diebstahlsgesichert sind.

• Wahlversprechen: „Schule kostet nichts“. Dadurch ent-steht aber folgendes Problem: die Reichen organisieren sich Privatunterricht, da in den öffentlichen Schulen derzeit etwa 100 Schüler auf 1 Lehrer kommen. Kaum ein Mädchen spricht brauchbares Englisch, es wird nur Multiple-Choice-Können abgefragt. Daraus folgt aber, dass viele benachteiligte Schülerinnen Nachhilfeunterricht benötigen. Dieser ist jedoch nicht mehr realisierbar. Früher konnten zum Beispiel Förder-projekte in den Ferien angeboten werden, das ist jedoch seit einem Jahr verboten.

• Zum Schulsystem allgemein: auch das „Sitzenbleiben“ ist mittlerweile „verboten“ (bleibt ein Mädchen sitzen / versagt sie in einem Schuljahr, so muss sie die Schule abbrechen und einen niederen Beruf annehmen). So sehen sich viele Mädchen durch das harte System stigmatisiert, Kin-derselbstmorde sind an der Tagesordnung.

c) die Lösung der Mandalao Academy:

Girls Hope hat sich zur Lösung der Probleme folgende „Strategien“ überlegt: Als Ersatz für die nun verbotenen Förderprojekte veranstaltet Girls Hope „Leistungsanalysen“ und „Workshops“ für die Mädchen.

• Fünf gute und eine schwache Schülerinnen werden an der Schule in Mentorengruppen von einem Lehrer betreut

• Nachhilfe und Auswendiglernen nur für das Examen soll verhindert werden durch vermehrten Gruppenunterricht (= weg vom Frontalunterricht, mind. 8 Stunden/Monat kein Frontalunterricht, sondern etwa Gruppendiskussionen, Vorträge von Schülern etc. …)

• Ziel all dieser Methoden ist die Verständnisförderung!

Die Schule befindet sich zurzeit im Ranking von 56 Schulen auf Platz 23. Allerdings schaffen es die meisten Mädchen nach ihrer Schulausbildung dann doch „nur“ zum Hilfslehrer oder Kellner.

In gesamten Staat Kenia liegt die Geburtenrate bei ca. 4 Kinder je Frau; die Arbeitslosigkeit beträgt 40 %.

• Neue Idee: Internat statt Tagesschule, denn nun gibt es die Küche und Übernachtungsmöglichkeiten!

* Neues Projekt: In Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum: Die Enactus–Gruppe (Enactus.de) plant eine Schneiderei mit dem Ziel, möglichst Produkte herzustellen, die sich in Deutschland verkaufen lassen. Dazu werden den Mädchen Sparkonten eingerichtet. Sie erhalten ein Zertifikat, können ein Existenzgründungsseminar besuchen und erhalten u. U. Mikrofinanzkredite.

AR hat bisher bei einzelnen Projekten (Anbau, neue Schulküche) finanzielle Hilfe geleistet. Frau Langefeld wird sich melden, wenn ein neuer und konkreter Bedarf besteht. Dies geschah im Herbst 2014 und wir haben 1.500 € Zuschuss für die Einstellung von Lehrerpersonal beschlossen.




El Salvador

Rudi Reitinger schrieb uns:

Liebe Freundinnen und Freunde von der „Aktion Regelmäßige Hilfe“, liebe Erna und Erhard,

Es wird allerhöchste Zeit, mich wieder bei Euch zu melden, da Ihr sicherlich auf eine Rückmeldung von Eurer Post vom vergangenen Monat wartet. Wir alle sind sehr froh über die gute Nachricht in Eurem Brief, dass Ihr auch in den nächsten Jahren die Gehälter unserer Köchinnen unterstützen werdet. Den berühmten Stein, der vom Herzen plumpste, habt Ihr sicherlich bis Mülheim gehört. Vor allem ist nun auch die Zeit der Ungewissheit für die Betroffenen vorbei. Ja, es wird immer schwieriger Spenden dafür aufzutreiben.

Dabei bekommen die Frauen nicht einmal den Mindestlohn, der etwa bei 250 US $ monatlich liegt, sondern er liegt mit 150 US $ für die Köchinnen bzw. 75 US $ für die Hilfsköchinnen weit darunter.

Erschwerend kam in diesem Jahr noch dazu, dass uns die Flüchtlingshilfe die Löhne von drei Bibliothekarinnen sowie von Adela von den Altenzentren auf einen Schlag kürzte. Wir waren am Rotieren und überlegten, wo wir kürzen könnten, aber eine Bibliothek ohne Bibliothekarinnen geht einfach nicht. Und ich war als Projektverantwortlicher mitten drin, verzweifelt bemüht, den Betrieb in der Bibliothek und in den Altenzentren aufrecht zu erhalten, um allen Nutzern auch künftig einen guten Service zu gewährleisten. Jeden Tag fragten mich die Betroffenen, ob es nichts Neues gäbe, da sie sich große Sorgen um ihre Zukunft machten. Nun haben wir zumindest für dieses Jahr eine Lösung für sie gefunden. Eine weitere Erschwernis ist, dass wir seit Anfang dieses Jahres verpflichtet sind, alle Angestellten zu versichern, da unser Projekt von Seiten des Innenministeriums Ende vergangenen Jahres rechtlich anerkannt wurde. Damit sind wir nun aber finanziell total überfordert, und können nur hoffen, dass wir da von oben keine auf den Deckel bekommen. Irgendwie wird es weiter gehen. Diesen Optimismus habe ich von den Salvadorianern gelernt.

Auf alle Fälle danke ich Euch vielmals für Eure Solidarität mit den Menschen hier vor Ort, die uns geholfen hat diese problematische Situation zu entschärfen. - Ein übersetzter Brief von Adela liegt bei sowie ein Foto.





Äthiopien

Im Frühjahr berichtete uns Doro Bertz ausführlich von ihrem Aufenthalt in Äthiopien im Krankenhaus in Attat. Sie erzählte von den Anfängen, wo bei Operationen mit einer Taschenlampe geleuchtet werden musste, weil der Strom fehlte, bis heute, wo in regelmäßigen Abständen ehrenamtliche Helfer (z. B. Elektriker) aus Europa in ihrer privaten Urlaubszeit nach Attat kommen, um etwa die dringend benötigte Stromversorgung zu sichern. Denn Reparaturen sind immer nötig. Wir schauten uns gemeinsam einen Dokumentarfilm über das Krankenhaus in Attat, der veranschaulicht, mit welcher Hingabe und Kraft die Schwestern dort täglich Unglaubliches leisten.

Doro Bertz hat uns auch einen äthiopischen Birr (die dortige Währung) mitgebracht und zeigte uns eine schwarz gebrannte Tonschale, welche die Frauen mithilfe von Erde im Boden bearbeitet haben.

Doro Bertz beschrieb ihre Zeit in Attat als „große persönliche Bereicherung“. Sie ist sich sicher, dass sie nicht das letzte Mal in Attat war. Sie zeigte uns zuletzt noch Stoffe, die sie von äthiopischen Näherinnen gekauft und mitgebracht hat. Die Näherinnen versehen sie mit wunderschönen äthiopischen Stickereien, oft mit dem Motiv der äthiopischen gelben Nationalblume. Über die Vergabe von Mikrokrediten (immer nur an Frauen, die generell verantwortungsvoller sind als die Männer) können die Frauen sich nach und nach ein eigenes Geschäft aufbauen. .






Peru


Im Juni erhielten wir erneuten Besuch von Schwester Gisela Reich von den Missionsärztlichen Schwestern. Sie schaffte es trotz ungeheuren Wirbelsturms zur "AR-Außenstelle" in Mönchengladbach vorzudringen und erzählte spannend von ihren politischen und sozialen Fortbildungen für Gruppenleiter innerhalb der Jugendarbeit im Großraum Lima und Callao.





Lesbos / Griechenland

Im Zwischenbericht vom Dezember 2013 berichteten wir über die Unterstützung einer Flüchtlingshilfsorganisation auf der griechischen Insel Lesbos. Wir erhielten daraufhin dieses Dankschreiben: „Liebe Leute, ich möchte mich im Namen des DORF DER ALLE ZUSAMMEN auf Mitilini für eure Spende bedanken. Es hat was gedauert, bis wir euch antworten. Aber das Dankeschön ist genau so herzlich. Auf lesvos.w2eu.net informieren wir auf Englisch in unregelmäßigen Abständen Aktuelles. Das PIKPA hat sich der Eröffnung des neuen Knastes in Moria im letzten Oktober zu einem Zufluchtsort für die Menschen entwickelt, die jetzt erst 25 Tage inhaftiert bleiben und dann, wenn sie Glück haben, freigelassen werden, mit dem Papier, dass sie innerhalb eines Monats Griechenland verlassen müssen. Sie bleiben meistens eine Nacht in PIKPA , erholen sich kurz vom Eingesperrtsein, genießen die Freiheit, die Ruhe und die Solidarität und fahren am nächsten Morgen mit dem Schiff nach Athen. PIKPA braucht ständig Geld, für Fahrkarten, für Lebensmittel, für Telefonkarten, und und... Also vielen Dank nochmals und gerne weitersagen, dass es PIKPA gibt.

Liebe Grüße
Marily Stroux - Für das Dorf der alle zusammen“




AR - Ausgaben 2014

 Ägypten  - Nähereiprojekt Sinai500,00 € 
 Äthiopien  - Unterstützung für Krankenhaus in Attat2.500,00 € 
 El Salvador - Altenzentren 2.000,00 € 
 Guatemala - Suchtkrankenhilfe8.000,00 € 
 Kenia - Basisgesundheitsarbeit, Aids-Hilfe
 - Mädchenschule Mandalao-Academy
3.000,00 € 
1.500,00 € 
 Kirgisistan - Waisenhaus und Jugendarbeit2.000,00 € 
 Peru - Arbeit im sozialen Brennpunkt4.610,00 € 
 Philippinen - Basisgesundheitsarbeit auf Luzon3.000,00 € 
 Uganda  - Gesundheitsarbeit u. Jeepunterhalt4.000,00 € 
 Total   31.110,00 € 


 

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