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Dezember 2013     

Projekte in:
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Dezember 2013       


Liebe Spender, Freunde und AR-Interessierte

man könnte meinen 2013, war für AR das Jahr der Kleinprojekte. von vieren berichten wir hier:

Flüchtlingshilfe auf Lesbos

Auf Lesbos landen fast täglich Flüchtlinge, ebenso wie auf der italienischen Insel Lampedusa. Die Bewohner helfen, da viele selbst von Flüchtlingen abstammen. Seit die türkisch-griechische Landesgrenze durch einen Zaun abgeriegelt wurde, hat sich der Flüchtlingsstrom auf die Ägäis-Inseln verlagert. Mit katastrophalen Folgen: Immer wieder kentern die Boote, Anfang des Jahres starben so mindestens drei Flüchtlinge, im Dezember ertranken mehr als 21, im September 62 Personen. Der Flüchtlingsstrom reißt trotzdem nicht ab.

Auf Lesbos wird greifbar, was von Kritikern als »Festung Europa« angeprangert wird. Doch Lesbos ist auch Schauplatz einer Initiative, die Hoffnung macht und im krisengeschüttelten Griechenland ihresgleichen sucht. Die wartenden Flüchtlinge werden von einer herbeieilenden Frau begrüßt. Efi Latzudi (44), ist Mitglied des Solidaritätsnetzwerks „Das Dorf aller“, das sich um Flüchtlinge und verarmte Bürger der Insel kümmert. Die Flüchtlinge, die nicht abgeschoben werden können, da sie oft aus Krisenregionen kommen, hoffen, sich später nach Westeuropa durchschlagen zu können. Bis sie registriert sind, vergehen z. T. bis zu 18 Monate, eine Wartezeit, die sie normalerweise in Gefängnissen oder geschlossenen Lagern verbringen müssten. Da diese jedoch hoffnungslos überfüllt sind, campieren viele auf der Straße und in Parks. Die Mitglieder der Initiative organisieren nun trockene Kleider und warmes Essen. »Das Netzwerk hat viele verschiedene Menschen zusammengebracht: Schulklassen, Geschäftsleute, Einzelpersonen. Dass sie alle Verantwortung übernehmen und bei den Aktivitäten mitmachen, das ist der beste Schutz gegen fremdenfeindliche Entwicklungen«.

AR wurde durch einen Artikel in der Zeitschrift „publik-forum“ auf dieses Problem aufmerksam. Die Bewohner auf der Insel Lesbos, die die Flüchtlinge aufnehmen und unterstützen, erhalten von uns eine einmalige Hilfe von 500€.




Ägypten (Sinai)

Antonie Dauben-Frings (Foto) aus Mönchengladbach berichtete auf unserer September-Sitzung von einem Näh-Projekt mit Frauen aus der Umgebung des Dorfes St. Kathrin (Sinai, Ägypten). Sie selbst besucht seit 2008 den Sinai und erkannte, dass die Menschen in dem Dorf nicht über genügend Einkünfte verfügen, und dass besonders die Frauen kein Tätigkeitsfeld haben, mit dem sie zum Unterhalt der Familie beitragen können. Die beduinische Bevölkerung lebt nur vom Tourismus zum nahe gelegenen Katharinenkloster. Die Einkünfte werden im Wesentlichen von den Männern erzielt. Mit einigen jungen Beduininnen entwickelten sich Ideen, wie die Frauen eigene Einkünfte erzielen können.

Die Frauen sollen in drei Gruppen à 7 - 8 Personen an jeweils einer Nähmaschine ausgebildet werden.

Für das Projekt werden benötigt: Einfach zu bedienende Nähmaschinen, Scheren, Garn, Nadeln für Maschine und Hand, Stecknadeln, Lineale, Lesebrillen, Geld für anfallende sonstige Kosten und den Arbeitsraum.

Für das gesamte Projekt werden 2.500€ veranschlagt. AR beschloss für dieses Nähprojekt 500 € zuzuschießen. Ende September fuhr Antonie mit ersten Nähmaschinen /-materialien nach St. Kathrin, um dieses Projekt zu starten. Wir haben ihr noch eine Bescheinigung mitgegeben, mit der sie einen günstigen Übergepäck-Tarif für die Nähmaschinen erhält.





Tansania

Max Köster, ehemaliger Waldorfschüler aus Mönchengladbach hat ein freiwilliges soziales Jahr in Tansania verbracht. Dabei hat er ein 3-tägiges Seminar zu den Themen HIV/AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten für 40 Menschen - jeweils 8 aus 5 Dörfern organisiert. Nach dem Seminar übernehmen die Teilnehmer eine Multiplikatorenrolle und verbreiten das Wissen in ihren Dörfern. Das Seminar wird von einem Arzt/einer Ärztin aus Makambako und zwei Lehrern der tansaniaschen NGO Poverty Alleviation Organisation (PAO) aus Songea geleitet. Insgesamt waren für das Seminar etwa 2000 Euro veranschlagt. Mit 800 Euro hat AR dazu beigetragen.






Uganda

Das Atuhaire Health Centre in Nangalama, einem Dorf im Subcounty Buleesa in Uganda, leistet bereits Basisgesundheitsarbeit für die Menschen in dieser Region, die keinen Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem haben. Haus und Grundstück wurden bislang gemietet, der Eigentümer möchte dies aber nun verkaufen. Dazu waren 2.800 Euro nötig. AR hat beschlossen mit 1.000 Euro mitzuhelfen. Dieses Projekt wurde uns von Adrian Oellers und Jule Lux vermittelt. Im Juli berichteten sie uns auf unserer monatlichen Sitzung vom Stand dieses Projekts und möglichem zukünftigen Hilfebedarf.





Äthiopien

Das Attat Krankenhaus (175 Km südwestlich von Addis Abeba, 176 MitarbeirerInnen) ist seit 43 Jahren in Betrieb und gehört der katholischen Kirche Äthiopiens. Die Missionsärztlichen Schwestern haben es gegründet und leiten es. 43% der Einnahmen sind Patientenbeiträge, der Rest der Kosten wird durch Spenden gedeckt.

Das Krankenhaus ist zuständig für 40 größere und kleinere Gesundheitszentren. Das Einzugsgebiet im Radius von ca. 100 km hat ca. 1.000.000 Einwohner. Ein Höhepunkt 2012 war die Fertigstellung des neuen Ambulanzgebäudes nach drei Jahren Bauzeit. Im Jahr 2012 kamen 66.345 Personen in die Ambulanz, dies ergibt in einer 5-Tage-Woche einen Durchschnitt von 274 Personen am Tag. Die häufigsten Diagnosen waren Atemwegsinfekte, Probleme des Verdauungstraktes und Blasen- und Nierenbeschwer¬den. Malaria lag dieses Jahr nur an 7. Stelle. Bei 20.021 HIV-Tests war die Positivrate 2% (diese Quote ist seit einiger Zeit sehr konstant). 437 AIDS-Patienten erhalten Anti-Retroviral-Therapie.

Das Krankenhaus hat 65 Betten, weitere 44 im Haus für Risikoschwangere und 11 Betten in der Abteilung für fehlernährte Kinder. 6.991 Patienten wurden sta¬tionär behandelt. (Belegungsrate 96%). Die Verweildauer beträgt durchschnittlich 2,8 Tage. Der Haupt¬grund sind Schwangerschafts- und Geburtsprobleme, gefolgt von Malaria. Haupttodesursache bei den stationären Patienten waren Lungenentzündung und Malaria.

aal konnten 1.663 große Operationen und 4.769 kleinere Eingriffe durch¬geführt werden. Die häufigste Operation ist Kaiserschnitt (501). Bei den kleinen Eingriffen steht das Ziehen kranker Zähne (1.805 Patienten) an erster Stelle. Es fanden 1.781 Geburten statt, davon waren 59% mit Komplikationen verbunden. Bei normalem Schwangerschaftsverlauf ist die Hausgeburt die Regel, meist betreut von uns geschulten Hebammen (33).

In dem einfachen Operationss Zum Gesundheitsprogramm mit 28 umliegenden Dörfern gehört eine sichere Wasserversorgung mit 144 Brunnen, die instand gehalten werden. 3.519 Frauen sind in 31 Frauengruppen organisiert, ein Aspekt dieser Arbeit sind Kleinkredite, den die Frauen selbst verwalten, z. Zt. sind zinslose Darlehen in Höhe von 500-700 Birr (ca 20-30 Euro) möglich.

Es gibt 28 Erste-Hilfe-Stationen mit ausgebildeten Dorfgesundheitshelfern. Zusätzlich setzt die Regierung eigene Helfer mit einjähriger Ausbildung ein. Im Dorf werden Bagatellen wie Kopfschmerzen, kurzzeitiges Fieber, Würmer, kleine Wunden und unkomplizierte Augenentzündungen etc. behandelt. Dies erspart vielen den Weg zum Krankenhaus.

An erster Stelle steht natürlich Gesundheitserziehung. Themen sind: AIDS, Tuberkulose, Impfungen, Sauberkeit, schädliche, traditionelle Praktiken, Fa¬mi¬lienplanung, Kinderversorgung, Toilettengebrauch, Durchfall, Malaria, Augenleiden usw..

Im Haus für Risikoschwangere stieg die Aufnahmerate auf 534 an. 39% brauchten einen Kaiserschnitt. Im Zentrum für fehlernährte Kinder wurden 52 Kinder mit einer Begleitperson aufgenommen und nach Besserung des Ernährungszustandes in den Dörfern nachbetreut.

All dies und mehr ist durch das Teilen großzügiger Menschen möglich. Dank dafür. Schwester Rita Schiffer sandte uns diesen Bericht. (Foto 2.v.l.)






AR - Intern

Es ist schon sechs Jahre her, dass wir mit Fiona Wiera und Andreas Waage zwei „Jüngere“ in unsere Kerngruppe aufgenommen haben. Nun haben wir Anna Brückner in unseren Kreis aufgenommen. 2010 hatte sie uns ein Schulprojekt in Belize vermittelt, und seit fast einem Jahr schaut sie uns schon als Gast bei AR-Sitzungen über die Schulter. Sie ist Lehrerin, und da sie seit kurzem unweit der Mülheimer Stadtgrenze wohnt, sehen wir ihrem Mittun hoffnungsfroh entgegen.




AR - Ausgaben 2013

 Ägypten  - Nähereiprojekt Sinai500,00 € 
 Äthiopien  - Unterstützung für Krankenhaus in Attat4.120,00 € 
 El Salvador - Lohnbausteine
 - Altenzentren
2.000,00 € 
2.000,00 € 
 Griechenland - Flüchtlingshilfe auf Lesbos500,00 € 
 Kenia - Basisgesundheitsarbeit, Aids-Hilfe3.000,00 € 
 Kirgisistan - Waisenhaus und Jugendarbeit2.000,00 € 
 Peru - Arbeit im sozialen Brennpunkt3.000,00 € 
 Philippinen - Basisgesundheitsarbeit auf Luzon1.500,00 € 
 Tansania - AIDS-Seminar800,00 € 
 Uganda  - Basisgesundheitsstation Atuhaire
 - Gesundheitsarbeit u. Jeepunterhalt
1.000,00 € 
4.000,00 € 
 Total   24.420,00 € 


 

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