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Dezember 2012     

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Dezember 2012       



Liebe Spender, Freunde und AR-Interessierte

Asien, Afrika, Mittelamerika - heute berichten wir von Projekten quer über den Globus:

Kirgisistan

Überraschend Besuch erhielten wir Mitte Oktober von unserer Kontaktperson Elmira Khassanova (Foto unten rechts 3.v.r.) aus Karakol / Kirgisien. Sie war beruflich in Wien und nützte die Gelegenheit eine ehemalige Studienfreundin im Rheinland zu besuchen (Schmankerl am Rande: Die Schulfreundin hatte auf der Internetseite von Aktion Regelmässig über Elmira gelesen und sich an AR gewandt um den Kontakt wieder herzustellen). Dabei machte sie auch einen Abstecher nach Mülheim um von zwei Projekten die ihr am Herzen liegen – und die AR auch schon unterstützt hatte - zu berichten. Zum einen werden behinderte Kinder, die in Kirgisien so gut wie gar keine Hilfen erhalten unterstützt. Zum anderen ein Waisenhaus mit 48 Waisen und 7 Betreuern. Bei unseren Etatberatungen Anfang 2013 werden wir entscheiden ob wir dieses Projekt zeitweise oder regelmäßig unterstützen wollen.




Kenia

Bereits im August berichteten wir von der Fertigstellung der Küche in der Mandaleo-Mädchenschule in Diani Beach, Kenia zu der AR im Jahr 2010 zweitausend Euro als Anschubfinanzierung beigesteuert hat. Im Juli d. J. nun schrieb uns die Leiterin Ingeborg Langefeld mit der Bitte um Förderung bei den Personalkosten an:

„Die Inflationsrate in Kenia lag in den letzten Jahren immer bei knapp 20 Prozent. Wir haben versucht dies zumindest teilweise durch Gehaltserhöhungen für unser Personal auszugleichen. Darüber hinaus haben wir der besonderen Problematik bei vielen unserer Mädchen Rechnung tragend Anfang letzten Jahres nicht nur eine Sozialarbeiterin, sondern auch zusätzliche Lehrkräfte eingestellt, um die Mädchen besser betreuen zu können. Der Erfolg gab uns recht: wir waren bei den Abschlussprüfungen 2011 eine der wenigen Schulen im Distrikt, deren Notendurchschnitt sich verbessert hat. Auch im Bereich unseres Mini-Internats für besondere Notfälle haben wir uns für eine pädagogisch qualifizierte Kraft statt einer einfachen Hausmutter entschieden. Wir konnten dies dank einer stabilen Wechselkurses von 1 zu 108 (2010) bzw. eins zu 125 (2011) tun. Seit Ende letzten Jahres ist der Kurs drastisch gefallen: im Januar auf 104, im Juli auf 98 Kenia-Shilling je Euro. Dies hat deutliche Auswirkungen auf die Finanzsituation der Schule und zwingt uns über Personaleinsparungen nachzudenken. Wir möchten dies gern vermeiden und bitten Sie deshalb um die Übernahme der Personalkosten für unsere Schulsozialarbeiterin und/oder eine Lehrkraft für ein Jahr.“

Wir haben hierfür 1.500 Euro beschlossen und es Frau Langefeld freigestellt, ob dies für die Sozialarbeiterin (1127 Euro jährliche Kosten) oder für eine Lehrkraft (1.861 Euro) verwendet wird.





Guatemala

Auch in Guatemala haben wir zuletzt im Jahr 2010 Hilfe geleistet. Das Suchtkrankenhilfeprojekt der Diözese Santa Cruz del Quiché existiert seit 1993. Es entstand aufgrund der Sorge einer Gruppe in der Region des Quiché, die es nötig befand, sich zu organisieren, um besonders für die Suchtkranken im Bereich von Alkohol und auch anderen Drogen zu arbeiten. Die Arbeit in der Gemeinde hat sich zunehmend komplexer gestaltet. Das Team der Mitarbeiter ist sich bewusst, dass der Rehabilitationsprozess sich nicht nur in einer einfachen Therapie, sondern in einer integrativen Maßnahme herstellen lässt. Alle Aspekte des Patienten, der personale, der familiäre und der soziale müssen berücksichtigt werden. Das schließt die Begleitung des Patienten nach seiner Trennung bis zu seiner Wiedereingliederung in die Familie, oder bis er / sie wieder eine bezahlte Arbeit erhält, ein. Dies hat die Rückfälle vermindert, besonders wenn die wieder entlassenen Patienten von neuem den Beruf wieder angenommen haben. Diese Resultate basieren darauf, dass die Patientinnen und Patienten in ihrem Rehabilitationsprozess ausgebildet werden.

Zurzeit sieht man sich mit finanziellen Problemen konfrontiert, da Hilfswerke sich zurückgezogen haben, da Suchtabhängige in ihrem Zielkatalog nicht mehr hineinpassen. Um neue Finanzquellen aufzutun hat man sich an AR gewandt um die agro-ökologische Dimension, die diese therapeutische Maßnahme hat, und das Therapiezentrum „Casa Nueva Vida“ („Haus Neues Leben“) zu unterstützen.

Das Projekt im Konkreten bezieht sich auf die Behandlung und Pflege der Suchtabhängigen, die Verminderung der Schäden, die soziale Wiedereingliederung der suchtkranken Männer und Frauen. Im „Haus Neues Leben“ finden verschiedne Behandlungsmethoden statt,

a) stationäre Pflege für die chronischen Fälle und für die Personen, die Familie und Arbeit verlassen haben;

b) ambulante Pflege für die Fälle, die trotzdem noch ihren Pflichten in Familie und Beruf nachkommen. In dieser Gruppe werden Aktivitäten für die Personen entwickelt, die ihr Leben über strenge Regeln wieder neu organisieren wollen. Natürlich gibt es auch einen Raum, in dem die Patienten ihre konfliktiven persönlichen Beziehungen wieder aufarbeiten können. Dies geschieht durch erzieherische, reflektierende und spirituelle Beschäftigungen und durch eine berufliche Ausbildung.

Die Einheit „Agro-Ökologie“ startete im Jahr 2001 als Initiative, um Gemüse zu produzieren und den Unterhalt des Hauses Neues Leben zu unterstützen. Es scheint uns wichtig zu erwähnen, dass diese Einheit /Werkstatt innerhalb der Therapie unverzichtbar ist, da die Mehrheit der Patienten Bauern sind, die ein landwirtschaftliches Leben geführt haben. Deshalb geht es in diesem Programm für die Patienten darum, ihre Arbeitsfähigkeiten und Gewohnheiten wiederherzustellen.

Mit der AR-Unterstützung in Höhe von 4.000 Euro haben wir 80 % des Jahresgehalts inkl. Sozialversicherung der in diesem Projekt zuständigen Fachperson finanziert.





Haiti

Anfang März d.J. haben wir für eine Gitarrenschule auf Haiti 500 € gespendet. Das Projekt wurde uns von Andreas Müller zugetragen, der für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) auf Haiti arbeitet. Der Lehrer Mardoché Nelson lebt in Gonaives, Département de l’Artibonite, ca. 150 km nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Für die 500 € konnten 8 Gitarren angeschafft werden, die im Besitz der Schule bleiben und bedürftigen Schülern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Durch das Musizieren soll - ähnlich der deutschen Aktion „Jedem Kind ein Instrument“ - die emotionale, soziale, körperliche und geistige Entwicklung der Kinder gefördert werden.





Äthiopien

Am 15. August erhielt Schwester Inge Jansen, die seit 42 Jahren in Äthiopien im Krankenhaus Attat arbeitet das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Dies wurde ihr in der Deutschen Botschaft in Addis Abeba von der Botschafterin Lieselore Cyrus im Kreis ihrer Mitschwestern überreicht. Am Anfang waren die Missionsärztlichen Schwestern das einzige Personal im Krankenhaus von Attat. Mit zunehmender Patientenzahl und langsam herangebildetem äthiopischen Pflegepersonal war es dann möglich und nötig, dass die gelernte Krankenschwester für wichtige Verwaltungsaufgaben frei gestellt wurde. Und so hat sie während der Ära des Kaisers, des kommunistischen Derg-Regimes und unter der heutigen Hadik-Regierung die finanzielle Seite des Krankenhauses geführt und koordiniert. Was sie einst allein bewältigte, ist jetzt zu einer kleinen Verwaltungsabteilung mit sieben MitarbeiterInnen geworden. So ist Schwester Inge ein Säule in Attat: sie wurde nie versetzt und durchlebte die ganze Krankenhausgeschichte als Teil ihrer Lebensgeschichte. Inzwischen hat das Programm 170 äthiopische MitarbeiterInnen. Dank Ihrer guten Gesundheit kommt die 77-jährige immer noch täglich ins Büro: sie koordiniert, lernt neue Leute an und ist dankbar für jeden Tag, den Gott ihr schenkt. Für viele sind ihr gelebtes Gottvertrauen und ihr treuer, täglicher Einsatz eine Ermutigung. Fragt man sie nach ihrem Lebensmotto, zitiert sie gerne: „Sent to spend in service“ – „Gesandt, um sich hinzugeben im Dienst für andere“. Dieses Motto beschreibt treffend ihren Lebensweg und hat sie zugleich zu einem glücklichen Menschen gemacht.
(aus: kontinente – dem Magazin der Missionsärztlichen Schwestern)

Seit 1999 unterstützt Aktion Regelmässig die Missionsärztlichen Schwestern im Krankenhaus Attat, seit 2003 regelmäßig. Auf dem Foto oben besuchte uns Schwester Inge im November 2003 in Mülheim. Danach war sie häufig, immer dann, wenn sie „auf Heimaturlaub“ bei ihren Essener Mitschwestern war, auch bei AR zu Gast.






AR - Ausgaben 2012

 Äthiopien  - Unterstützung für Krankenhaus in Attat4.000,00 € 
 El Salvador - Finanzierung von Lehrergehältern2.000,00 € 
 Guatemala - Arbeit mit Suchtkranken4.000,00 € 
 Haiti - Gitarrenschule500,00 € 
 Kenia - Basisgesundheitsarbeit, Aids-Hilfe
 - Mädchenschule
3.000,00 € 
1.500,00 € 
 Peru - Arbeit im sozialen Brennpunkt3.000,00 € 
 Philippinen - Basisgesundheitsarbeit auf Luzon4.500,00 € 
 Uganda  - Gesundheitsarbeit u. Jeepunterhalt4.000,00 € 
 Total   26.500,00 € 



 



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muss ja auch mal gesagt werden.


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