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August 2012       

Uganda

Liebe Spender, Freunde und AR-Interessierte

Seit 29 Jahren unterstützt AR die Missionsärztlichen Schwestern im Osten von Uganda im Bezirk Rubanda und der liegt an der Grenze zu Ruanda. Zu Anfang war für fast zwei Jahrzehnte Schwester Nichola Lovett (links) unsere dortige Ansprechpartnerin, danach die Schwestern Wilhelmina Leistra, Joan-Mary Doud (2.v.l.), Jane Fell (2.v.r.) und jetzt Bernadette Narotso (rechts). Sr. Bernadette schrieb diesen Brief an ihre Mitschwestern Gertrud Dederichs, die ihn uns weitergeleitet und auch übersetzt hat:



Liebe Gertrud, viele Grüße aus Rubanda.

Mit Dankbarkeit freue ich mich, Dir davon zu berichten, wie wir das Geld unserer Wohltäter aus Deutschland hier im medizinischen Grundversorgungsprogramm Rubanda verwenden: Seit drei Jahre versuchen wir werdende Mütter zu ermutigen zur Entbindung in unser Gesundheitszentrum zu kommen, so dass die Risiken, die bei einer Geburt ohne professionelle Hilfe auftreten können, so klein wie möglich gehalten werden können.

Unser Distrikt ist einer derer, denen man hier nachsagt, dass er schwer zu erreichen ist, in dem es schwer ist zu arbeiten und in dem es schwer fällt zu bleiben. So ist es auch für das Gesundheitsministerium sehr schwer, professionelle Mediziner wie Schwestern und Hebammen zu gewinnen. Der größte Teil der Bevölkerung lebt in ländlichen Gebieten und in ärmlichen Verhältnissen, so dass werdende Mütter kaum die Kosten für die Betreuung vor, während und nach der Entbindung aufbringen können. Aus diesem Grund kommen viele Schwangere erst zur eigentlichen Entbindung zu uns. Viele von Ihnen konnten glücklich und mit gesunden Kindern nach Hause entlassen werden. Mütter, die im Falle von Komplikationen während der Entbindung weitergehende Hilfe benötigen, werden zum nächsten Krankenhaus nach Kabale überwiesen und mit unserem Krankenwagen dorthin gebracht.

Obwohl einige Mütter die anfallenden Kosten nicht aufbringen können, sind wir in der Lage sie finanziell durch die eingegangenen Spenden zu unterstützen. Trotz der sprunghaft angestiegenen Benzinkosten stellen wir immer sicher, dass der Krankenwagen fahrbereit und vollgetankt ist. Dies wird erst durch die Großzügigkeit unserer Spender aus Deutschland möglich gemacht. Eine HIV/AIDS-Patienten-Betreuungsgruppe hält monatliche Treffen ab und erhält Medikamente wie z. B. Septrin oder andere Behandlung solange die Viruslast gering ist.

Unsere AIDS-Berater, machen auch Hausbesuche, um Patienten im fortgeschrittenen Stadium von HIV/AIDS palliativ zur Seite zu stehen. Alle unsere Programme sind miteinander verzahnt, um die extreme Armut und Abhängigkeit abzuschwächen. Die meisten unserer Klienten brauchen Kapital, um sich damit eine Existenz aufbauen zu können. Auf diesem Weg können Sie die Stigmatisierung reduzieren und sich selbst versorgen.

Wir, das Rubanda-Gesundheitszentrum, sind unseren Wohltätern zu großem Dank verpflichtet und freuen uns, dass sie unsere Arbeit in dieser abgelegenen Gegend unterstützen. Aufgrund ihrer finanziellen Unterstützung sind wir in der Lage den Kranken und Bedürftigen weiterhin zu helfen. Wir wissen ihre Liebe für uns zu schätzen und tun dies auch weiterhin.

Nun möchte ich Euch im Auftrag der Betriebsleitung, der Mitarbeiter des Gesundheitszentrums, der Missionsärztlichen Schwestern im Distrikt Ostafrika und auch von mir persönlich einen herzlichen Dank aussprechen. Wir werden Euch weiter in unsere Gebete einschließen und wünschen Euch ein glückliches und gesundes Jahr 2012. In großer Dankbarkeit

Schwester Bernadette Narotso




El Salvador

Rudi Reitinger schreibt aus Segundo Montes:

Auf dem Lande sorgen ja normalerweise Kinder und Angehörige für ihre Großeltern. Viele von ihnen haben jedoch keine Angehörigen mehr, da diese im vergangenen Bürgerkrieg umgebracht wurden, oder ausgewandert sind oder nichts mehr von sich hören lassen, da sie selbst große Familien zu versorgen haben etc. Im ganzen Land gibt es keinerlei staatliche Fürsorge für alte und bedürftige Mitmenschen. Die vor zwei Jahr gewählte Regierung hatte eine monatliche Rente von 50 US-$ angekündigt, aber bisher bekam keiner unserer Senioren Unterstützung. Die politische Gemeinde sieht sich außerstande, Senioren zu unterstützen. Jeder muss für sich selbst sorgen. Doch dafür haben die alten Menschen keine Kraft mehr.

Im Laufe der letzten 16 Jahre gründeten wir daher drei Altenzentren in verschiedenen Ortsteilen der Gemeinde Segundo Montes für über 100 Senioren, di hier hier ihre täglichen Mahlzeit bekommen. Diese besteht meist aus Reis und Bohnen sowie Maistortillas, die mit Gemüse, Obst, Eiern und Käse, Salat und Fruchtsaftgetränken angereichert werden. Für jedes Zentrum gibt es eine Beauftragte sowie je eine Köchin und eine weitere Hilfskraft in der Küche. Die Senioren selbst helfen mit, soweit es in ihren Kräften liegt. Auch bauen sie etwas Gemüse an, damit weniger zugekauft werden muss. Die Beauftragte für die Altenarbeit besucht alte, bettlägerige und kranke Menschen in ihren Hütten, begleitet sie bei auswärtigen Arztbesuchen bzw. ins Krankenhaus oder hilft ihnen beim Umgang mit Behörden. Einmal im Monat feiern die Alten zusammen die Geburtstage des Monats. Zwei bis dreimal im Jahr werden kleinere Ausflüge in die Umgebung unternommen. Auf diese Weise können unsere Senioren ihren Lebensabend in Würde verbringen.

Der Unterhalt der Altenzentren ist teuer: Lebensmittel, Medikamente, Löhne usw. Glücklicherweise helfen uns der Verein Eine Welt für Alle aus Schirgiswalde sowie die Silberkuhl Stiftung aus Mülheim dieses so wichtige Projekt mit festen Beträgen zu unterstützen. Desgleichen helfen schon jahrelang die Partnerschaft El Salvador aus Bollschweil, die Flüchtlingshilfe Mittelamerika und neuerdings die Aktion Regelmäßig aus Mülheim bei der Finanzierung des Personals in den Altenzentren. Ihnen, sowie den weiteren Einzelspendern möchte ich noch einmal ganz herzlich danken. Allerdings reichen die Spenden kaum aus, um alle Kosten zu decken.

Es bereitet uns einiges Kopfzerbrechen, wie wir es anstellen sollen, wenn die Reserven immer mehr zusammenschmelzen. Missernten und Naturkatastrophen, führen zu Preissteigerungen, die häufig über 100 % liegen. Die Spekulanten machen ein Geschäft, doch wir hier haben das Nachsehen. Manchmal wird es mir recht mulmig, wenn ich an all die Verantwortung denke, die ich mir mit diesem Projekt aufgeladen habe. Bisher sind wir glücklicherweise immer über die Runden gekommen. Ich hoffe, dass Ihr mich auch in Zukunft nicht im Stich lasst.





Kenia

Ingeborg Langefeld von der Mandaleo-Mädchenschule in Diani Beach schickt uns Fotos der neuen Schulküche. AR hatte im Jahr 2010 zur Anschubfinanzierung 2000 € beigetragen.

Eigentlich sollte es Mitte Januar bereits fertig sein, aber leider gab es die in Kenia üblichen Probleme und Verzögerungen. Hier ein paar Beispiele: Man hatte uns Steine empfohlen, die ineinander verhakt werden. Die Vor-teile seien, dass man keinen Zement benötige, wodurch sich auch die Bauzeit erheblich verringere, die Kosten für einen Ringanker entfielen ebenfalls. Auch ein Verputzen sei nicht nötig, da die Steine optisch sehr schön seien. Letzteres ist richtig, die Küche ist sicher das schönste Gebäude unserer Schule geworden. Was den Ringanker und den Zement für die Stabilität anging, so empfahl die Herstellerfirma uns beides, allerdings erst nach dem Verkauf der Steine an uns. Auch die angegebene kurze Bauzeit ließ sich nicht einhalten. Dann stellte sich heraus, dass der Baulei-ter sich in seinem Angebot insbesondere beim Dachgebälk verkalkuliert hatte.

Wegen der Hygiene entschieden wir uns, die Küche zu fliesen und einen Tarazzo Boden (glatte gemusterte Oberfläche) zu verlegen. Im Januar übernahm der Bauleiter eine andere Baustelle und ließ unsere Küche wenige Tage vor der Fertigstellung liegen. Wir mussten ihm natürlich die Gelegenheit zur Fertigstellung geben, bevor wir einen Handwerker damit beauftragten.

Nun ist jedoch alles fertig. Arbeitstische wurden bereits bei örtlichen Schreinern in Auftrag gegeben, wir haben Kontakt mit einer Firma wegen Energiesparöfen aufgenommen und erwarten deren Kostenvoranschläge. Wir hoffen, dass wir die neue Küche vor Ende des Monats in Betrieb nehmen können und werden Ihnen dann Fotos von der ersten Essenszubereitung und Ausgabe senden. Nicht nur unsere Schülerinnen, vor allem auch unsere Köche freuen sich schon sehr.

Freundliche Grüße

Ingeborg Langefeld

Vielleicht kommt der eine oder andere uns hier mal besuchen. Es wuerde uns freuen. Wir wuenschen Ihnen alles Liebe und Gute und verbleiben mit dankbaren Gruessen im Namen aller Schwestern und Patienten hier

Schwester Inge Jansen






Kassenbericht 2011


Kassenbestand am 1.1.20113.081,78 €
+ Spendeneinnahmen24.794,42 €
+ Habenzinsen 7,65 €
- Ausgaben für Projekte Details27.000,00 €
- Gebühren20,28 €
+ Erstattung Gebühren20,28 €
Kassenbestand am 31.12.2011883,85 €



 



Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.

Georges Auguste Escoffier (frz. Meisterkoch 1846-1935)


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