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Dezember 2011       

30 Jahre AR

Liebe Spender, Freunde und AR-Interssierte


für uns Aktive begannen die Feierlichkeiten zum 30. Geburtstag von Aktion Regelmässig am 7. Oktober. Wir hatten die NRZ-Redakteurin Cornelia Färber zu uns eingeladen. Zusammen mit Ihrem Fotografen plauderten wir weit über eine Stunde über das von wir so in den 30 Jahren erlebt und erfahren haben. Die Quintessenz daraus können Sie in dem unten abgedruckten Artikel, der am 13. 10. auf "Seite Drei" der NRZ erschien, nachlesen. Am 15.10. hatten wir Sie dann nach Saarn eingeladen um mit uns gemeinsam zu feiern. Dabei unterstützen uns unsere Gäste, die aus ihren jeweiligen Ländern berichteten:

Schwester Gertrud Dederichs von den Missionsärztlichen Schwestern in Deutschland

Schwester Birgit Weiler aus Peru

Jürgen Tönnesen von der Flüchtlingshilfe Mittelamerika

Padre Roberto Paz Schlesinger aus Quiché/Guatemala



Wir hoffen der Nachmittag hat Ihnen genau so viel Spaß gemacht wie uns. Wir haben versucht für alle Sinne etwas zu bieten, für's: Auge; für's Ohr und für's leibliche Wohl:




NRZ vom 13.10.2011

Am Anfang war der Wasserbüffel

Eine private Hilfsorganisation sammelt seit 30 Jahren Geld für Projekte in aller Welt - bisher 631.092 €

Cornelia Färber

Das Carabao ist eine der Haustierrassen des Wasserbüffels. Ein tolles Tier. 700 Kilo schwer, gutmütig, genügsam. Wer auf den Philippinen einen Wasserbüffel besitzt, hat es geschafft - er bearbeitet die Felder, transportiert in der Regenzeit Lasten, wenn kein Lkw mehr fährt. Doch das Tier kostet mehr, als ein philip-pinischer Bauer in einem Leben sparen kann. Wasserbüffel müssen von Großgrundbesitzern ausgeliehen werden, die Zinsen zahlt man mit der Ernte. Da grenzte es an ein Wunder für die Kleinbauern in der armen Landregion Isabela auf der Insel Luzon, als die örtliche Missionsschwester Eva eines Tages vor knapp 30 Jahren mit 2000 Mark in der Tasche ankam; für Büffel, die man gleich paarweise anschaffte.

Das Geld hatten zehn junge Leute im etwa 10 000 Kilometer entfernten Mülheim an der Ruhr gesammelt. "Wir mit unserem Wohlstand und unserer Sicherheit wollten einfach ein bisschen was davon abgeben", sagt Erhard Wiera (65). Die Büffel waren das erste von vielen Projekten, für die die kleine, ganz und gar private Organisation "Aktion Regelmäßig", genannt AR, seit drei Jahrzehnten Geld auftreibt. So kamen bis heute 631.092 Euro zusammen.

Es ist Anfang der achtziger Jahre. Facebook gibt's noch nicht, auch Computer spielen eine eher untergeordnete Rolle. Statt vor Bildschirmen zu sitzen und sich virtuell auszutauschen, hockt man zusammen und redet, auch über die Ungerechtigkeit in der Welt. Es sind bewegte Zeiten, frauenbewegt, friedensbewegt, ökobewegt. Helfen will man, vielleicht etwas verändern, ganz konkret. Aber wie?

Die zehn Freunde, unter ihnen Erhard Wiera und seine Frau Erna, kennen sich vom Studium, von der Jugendar-beit, dem Job. Das von Krieg, Hunger und dem mörderischen Regime der Roten Khmer gequälte Kambodscha ist ein großes Thema: "Ein Volk starb", sagt Erna Wiera, "da musste man doch was tun!".

Man bastelt Sandwich-Plakate, hängt sie sich um, leiht sich von der Caritas Sammelbüchsen und zieht für die Kambodschaner durch die Restaurants und Kneipen, durch Bürger- und Arbeiterviertel. Die meisten Leute spenden. Nur ganz selten sagt mal einer: "Mir gibt ja auch keiner was." 1500 Mark bekommen die Freunde zusammen und sind stolz.

Wäre doch gelacht, wenn man da nicht etwas Regelmäßiges auf die Beine stellen könnte, sagt sich der Kreis: "Zumal wir gedacht haben, als Freunde sind wir für so etwas auch belastbar!" so Wiera. Am 5. Oktober 1981 gründen sie die AR, um gleich zu Beginn Eltern und Anverwandte zu schocken: Nein, man will diesmal keine Weihnachtsgeschenke, man will das Geld für die Dritte Welt. Muss das sein?

Es musste. Heute ist der harte Kern der AR auf zwölf Leute angewachsen, die meisten von damals sind noch mit dabei, aber auch junge Leute wie Fiona Wiera (28), die in ihrem Freundeskreis um frische Unterstützung wirbt. Gemeinsam betreuen sie einen Stamm von 110 festen Spendern aus Oberhausen, Essen und Mülheim, die monatlich eine bestimmte Summe einzahlen, und es spiele keine Rolle, ob es "3, 30 oder 300 Euro" sind.

Hühnerfarm und Wasserfilter

Wenn "viele kleine Leute viele kleine Dinge tun", dann kommen 25.000 Euro an Spenden pro Jahr zusammen, werden in 28 Ländern unzählige Projekte unterstützt und angeschoben: eine Hühnerfarm oder die Zollkosten für Kondome im Kongo, der Druck und die Verteilung von Kräuterbüchern in Peru, eine Heizung und Computer für ein Behindertenheim in Kirgisien, Reifen und monatlicher Sprit für den Jeep der Gemeindeschwestern in Uganda, Schreinerwerkstatt, Wasserfilter, Nähstube oder Bienenhonig-Projekt in Brasilien und das Gehalt von sechs Köchinnen für eine Altenspeisung in El Salvador. Traum eines jeden Baumarktfans: Für ein Projekt in Zimbabwe kauften und verschifften die AR-Mitglieder Werkzeug höchstpersönlich. Und nur einmal gab es "Murks": In Nicaragua brach eine finanzierte Werkstatt zusammen: "Das Geld war futsch", so Wiera.

"Der Verwaltungsaufwand", sagt Kassenwart Reinhard Bach stolz, "geht bei uns gegen Null". Briefpapier, Kopierkosten, Porto teilt die Gruppe unter sich auf. Die Gemeinnützigkeit steht ebenso wie der nunmehr 29 Jahre alte Eintrag ins Vereinsregister oder ein Netz an "Gewährsleuten" in den Ländern, die unterstützt werden - Entwicklungshelfer und vor allem die resoluten Vertreterinnen der "Missionsärztlichen Schwestern" vor Ort.

Einige von ihnen werden auch dabei sein, wenn die AR am kommenden Wochenende ihr 30-jähriges Jubiläum feiert, mit einem Hoch auf den Wasserbüffel - und auf 631.092 Euro Spenden.





Lieber Mitglieder der Aktion Regelmäßig,

"Ein Wort dass von Herzen kommt, macht Dich drei Winter warm",
so sagen die Chinesen.

Nun, zu Ihrem 30-jährigen Jubiläum, an dem Sie auf ganz erstaunlich vielfältige Kon-takte und Zeichen der weltweiten Solidarität zurückblicken, stimmen die Missionsärztlichen Schwestern und Menschen aus vielen Ländern in diesen Dank ein: aus den Philippinen, aus Äthiopien, aus Ghana, Kenia und Uganda, und natürlich aus Peru.

Von ganzem Herzen freuen wir uns mit Ihnen über die vielen Weisen, durch die Sie dem Leben und der Hoffnung einen an den verschiedensten Orten einen neuen Impuls geben konnten.

Ganz herzlichen Dank für die langjährige Freundschaft und Verbundenheit, für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung unserer heilenden Mission.

Missionsärztliche Schwestern weltweit

Sr. Gertrud Dederichs





Äthiopien

Attat Hospital Gurage Zone

Attat Hospital, 14.10.2011      

An die Aktion Regelmaessig e.V., 45481 Mülheim

Liebe Mitglieder von Aktion Regelmaessig.

Wir hier in Äthiopien, im Attat Krankenhaus danken Ihnen ganz herzlich für die große Spende von 2000 Euro. Es hilft uns wieder die Rechnungen für Medikamente zu bezahlen. Leider gibt es in dem staatlichen Medikamenten Betrieb nicht immer die noetigen Medikamente oder sie geben uns nicht die gewuenschte Menge. So sind wir immer wieder auf private Geschaefte angewiesen, die viel teurer sind, die diese die Einfuhrsteuer bezahlen muessen. Hier geht es uns soweit gut. Jetzt ist gerade die große Regenzeit vorbei. Gott sei Dank hatten wir genug Regen und von daher braucht keiner zu hungern. Nur wird auch hier alles teuerer. Die Gehaelter der Angestellten haben wir um 38 % erhoehen muessen. Da wir jetzt auch viele ausgebildete Kraefte im Krankenhaus haben, sind unsere Lohnkosten erheblich gestiegen. Mit Spenden gross und klein kommern wir doch immer wieder um die Runde. Es geschehen noch viele Wunder.

Vielleicht kommt der eine oder andere uns hier mal besuchen. Es wuerde uns freuen. Wir wuenschen Ihnen alles Liebe und Gute und verbleiben mit dankbaren Gruessen im Namen aller Schwestern und Patienten hier

Schwester Inge Jansen






AR - Ausgaben 2011

 Äthiopien  - Unterstützung für Krankenhaus in Attat4.000,00 € 
 El Salvador - Finanzierung von Lehrergehältern
 - Altenheim
 - Nothilfe nach Unwetter am Bajo Lempa
2.000,00 € 
4.000,00 € 
2.000,00 € 
 Kenia - Basisgesundheitsarbeit, Aids-Hilfe3.000,00 € 
 Kirgisien - Treffpunkt für Behinderte2.000,00 € 
 Peru - Arbeit im sozialen Brennpunkt3.000,00 € 
 Philippinen - Basisgesundheitsarbeit auf Luzon3.000,00 € 
 Uganda  - Gesundheitsarbeit u. Jeepunterhalt4.000,00 € 
 Total   27.000,00 € 



 



Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden.
Diesem Satz ist nun wirklich nichts mehr hinzuzufügen. Gehen wir an die Arbeit! Packen wir's an!.


Blaise Pascal (1623-62), frz. Mathematiker u. Philosoph


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